ext3 zu ext4 konvertieren

Bevor mit den Arbeiten am Dateisystem begonnen wird, ist es extrem wichtig dieses auszuhängen. Falls man das root-Filesystem ändern möchte, sollte man diese Änderungen mit einer Live-CD machen.

umount /dev/sdx

Nachdem das Dateisystem nun nicht mehr benutzt wird, können wir mit dem Umbau anfangen. Dazu fügen wir erstmal die gewünschten Eigenschaften für unser neues ext4 per tune2fs hinzu.

tune2sfs -O has_journal,dir_index,filetype,extent,flex_bg,\
   sparse_super,large_file,uninit_bg,dir_nlink,extra_isize

Bis hierher ging alles noch zügig und einfach. Nach dem Absetzen des tune2fs Befehls lässt sich das Dateisystem erstmal weder als ext3 noch als ext4 mounten. Daher wird dies nun erstmal mit fsck repariert, welches je nach Größe der Partition etwas zeit kosten kann. Nach Starten des folgenden Befehls hatte ich dann erstmal knapp 2 Stunden Pause bei einer 4 Terabyte Partition.

fsck.ext4 -pfD /dev/sdx

Danach kann man die Partition als ext4 mounten und die fstab anpassen (falls man dies nicht schon vorher getan hat). Achtung, ein mounten einer ext4 Partition als ext3 ist nicht möglich!

Der Hauptgrund für die Umstellung bei mir war die lange fsck Zeit von ext3. Bei meiner sehr großen Partition dauerte dies mal eben 90 min, was meist auch noch zuschlug, wenn ich es gerade eilig hatte. Als netten Nebeneffekt gibt es auch noch eine Beschleunigung der Schreibzugriffe auf der Platte. Um das zu testen, habe ich den Rechner eine 10GB Datei erzeugen lassen.

mit ext3:

sven@voyager:~$ dd if=/dev/zero of=dd.test bs=10M count=1000
1000+0 Datensätze ein
1000+0 Datensätze aus
10485760000 Bytes (10 GB) kopiert, 87,3224 s, 120 MB/s

mit ext4:

sven@voyager:~$ dd if=/dev/zero of=dd.test bs=10M count=1000
1000+0 Datensätze ein
1000+0 Datensätze aus
10485760000 Bytes (10 GB) kopiert, 49,4278 s, 212 MB/s

 

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