Umzug Vmware zu Xen

Heutzutage gibt es verschiedenste Möglichkeiten Computer zu virtualisieren. Dabei steht man auch schonmal vor dem Problem, die virtuellen Rechner von einem System zu einem anderen umziehen zu müssen. Im Folgenden die Vorgehensweise, was beim Umzug von VMWare zu Xen zu tun ist.

VMWare und Xen arbeiten mit verschiedenen Imagecontainern, die Hauptaufgabe besteht daher, aus der VMWare vmdk Datei ein für Xen lesbares Image zu erstellen. Dazu können wir unter Linux einfach mit qemu-img, aus dem Emulator QEMU, die vmdk Datei in ein raw Festplattenimage überführen.

apt-get install qemu-utils
qemu-img convert -f vmdk vmware.vmdk diskimage.raw

Innerhalb der vmdk Datei wird eine komplette Festplatte abgebildet, so dass wir für den Zugriff auf die einzelnen Partitionen diese ermitteln und herauskopieren müssen. Erstmal mit fdisk also die Partitionstabelle auslesen, und dann mit dd die gewünschte Partition „herausschneiden“. Die Anzahl der benötigten Blöcke zum Herausschneiden berechnen sich dabei aus END – START + 1

fdisk -l -u diskimage.raw

Device         Boot       Start         End      Blocks   Id  System
diskimage.raw1                1     1945600      972800   83  Linux
diskimage.raw2          1945601     3891200      972800   82  Linux swap / Solaris
diskimage.raw3    *     3891201     5836800      972800   83  Linux

Also benötigen wir z.B. 1.645.600-1+1 = 1.945.600 Blöcke ab Position 1 für die erste Partition. Das Ganze dann an dd übergeben, und wir haben ein mountbares Image:

dd if=diskimage.raw of=xen.img bs=512 skip=1 count=1945600

Mit diesem fertig extrahierten Image können wir nun ganz normal weiter arbeiten, oder es direkt als Image für einen Xen Vserver einsetzen. Ich persönlich hole mir den Inhalt des Images per tar, und überführe das Ganze dann in ein LVM.

mount -o loop -t ext3 xen.img /mnt/image/

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